Der heutige Vormittag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf ein für mich wichtiges Gespräch. Ich habe die Zeit genutzt, um mich intensiv auf das Treffen mit Pietro De Carlonis in Campofilone vorzubereiten und die wesentlichen Punkte meiner geplanten Zusammenarbeit noch einmal zu strukturieren.
Um 16:15 Uhr bin ich von Valcerasa aus in Richtung Campofilone aufgebrochen. Die Fahrt führte über die Schnellstraße in Richtung Porto Civitanova, anschließend über die A14 bis Pedaso und von dort weiter nach Campofilone, Contrada Molino 55/c. Gegen 17:45 Uhr erreichte ich mein Ziel und begab mich direkt zum vereinbarten Treffpunkt bei Pietro De Carlonis.
Schon beim Betreten seines kleinen Pastificio wurde mir einmal mehr bewusst, dass hinter einem solchen Betrieb weit mehr steckt als lediglich die Herstellung eines Produktes. Das Pastificio ist klein, aber mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und vermittelt unmittelbar den Eindruck von handwerklicher Tradition, persönlichem Engagement und echter Leidenschaft für das eigene Produkt.
Klein aber fein
Unser Gespräch begann mit der Vorstellung meiner konkreten Projekt und die grundsätzlichen Idee hinter „Genuss aus den Marken“. Dabei war es mir besonders wichtig, von Anfang an eine realistische und verlässliche Grundlage für unsere mögliche Zusammenarbeit zu schaffen.
Ich habe Pietro bewusst nicht den „Himmel auf Erden“ versprochen. Im Gegenteil: Ich habe ihm offen erklärt, dass ich diese Zusammenarbeit langfristig und Schritt für Schritt aufbauen möchte. Es geht nicht darum, möglichst schnell Ergebnisse zu erzielen, sondern darum, eine solide Basis zu schaffen. Jeder einzelne Schritt soll mit der notwendigen Ruhe, Sorgfalt und gegenseitigen Abstimmung geprüft und umgesetzt werden. Vertrauen und Nachhaltigkeit sind für mich dabei wichtiger als kurzfristiger Erfolg.
Pietro teilte mir im weiteren Verlauf des Gesprächs mit, dass er bereits über einen Repräsentanten in Deutschland verfügt. Diese Information habe ich ausgesprochen positiv aufgenommen. Aus meiner Sicht könnte dies sogar eine sehr interessante Konstellation darstellen. Sollte sich auf deutscher Seite ein entsprechendes Interesse an seinen Produkten entwickeln, könnten mögliche Bestellungen über seinen bereits bestehenden deutschen Repräsentanten abgewickelt werden. Damit wäre eine vorhandene Struktur nutzbar, ohne unmittelbar neue Vertriebswege schaffen zu müssen.
Weitere Vorgehen
Im Hinblick auf die weitere Entwicklung haben wir zunächst eine zweijährige Anlaufphase vereinbart. Diese Zeit soll bewusst dazu genutzt werden, Erfahrungen zu sammeln, die Möglichkeiten des Marktes auszuloten und die Zusammenarbeit Schritt für Schritt wachsen zu lassen.
Weitere konkrete Vereinbarungen sollen nach Ablauf dieser Anlaufphase getroffen und – sofern sich die Zusammenarbeit entsprechend erfolgreich entwickelt – schriftlich festgehalten werden. Ich halte diesen Ansatz für sinnvoll, weil beide Seiten dadurch ausreichend Zeit erhalten, die gemeinsame Entwicklung realistisch einzuschätzen und auf einer fundierten Grundlage die nächsten Schritte zu definieren.
Ein weiterer Punkt, den ich nun zeitnah erledigen muss, betrifft meine neue E-Mail-Adresse. Ich werde Pietro meine exakte neue Adresse übermitteln, damit er mir anschließend seine Einwilligung zur Veröffentlichung seiner Homepage sowie entsprechender Fotos und Bildmaterialien auf meiner eigenen Website geben kann. Auch dieser Schritt ist wichtig, um die Verbindung zwischen den Produzenten und dem Projekt „Genuss aus den Marken“ nach außen sichtbar und authentisch darstellen zu können.
Nach unserem Gespräch nahm sich Pietro noch die Zeit, mich persönlich durch sein Pastificio zu führen. Er erklärte mir die Funktionen verschiedener Maschinen und gab mir einen Einblick in die einzelnen Abläufe seiner Produktion. Dieser Rundgang war für mich besonders interessant, weil dadurch noch einmal deutlich wurde, wie viel handwerkliches Wissen, Erfahrung und persönlicher Einsatz hinter den Produkten steht.
Gute Vier Augen Gespräche
Gerade diese persönlichen Begegnungen sind für mein Projekt von besonderer Bedeutung. „Genuss aus den Marken“ soll nicht einfach eine Plattform für Produkte werden. Vielmehr geht es mir darum, die Menschen, ihre Geschichten, ihre Betriebe und ihre Leidenschaft sichtbar zu machen. Die Produkte sind dabei ein wichtiger Bestandteil – die Menschen dahinter machen sie jedoch erst wirklich authentisch.
Zum Abschluss unseres Treffens überraschte mich Pietro noch mit einer sehr schönen Geste. Beim Abschied überreichte er mir eine elegante Tüte mit verschiedenen Pasta-Produkten aus Campofilone. Eine kleine Aufmerksamkeit, die mich sehr gefreut hat und gleichzeitig wunderbar zu diesem besonderen Nachmittag passte.
Mit diesem Treffen ist erneut ein wichtiger Schritt auf dem Weg von „Genuss aus den Marken“ gemacht worden. Wieder ist aus einer Idee ein konkreter persönlicher Kontakt entstanden – und aus einem Kontakt entwickelt sich nun langsam eine mögliche geschäftliche Zusammenarbeit.
Ich bin mir bewusst, dass der Weg noch lang ist und dass eine solche Kooperation nicht innerhalb weniger Wochen aufgebaut werden kann. Gerade deshalb halte ich die vereinbarte Vorgehensweise für richtig. Geduld, Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen werden entscheidend dafür sein, ob aus den heutigen ersten Vereinbarungen langfristig eine erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht.
Nach dem Treffen sind wir anschließend nach Pedaso gefahren. Dort sind wir noch ein Stück am Lungomare spazieren gegangen und haben diesen besonderen Tag ein wenig auf uns wirken lassen. Bei einem Espresso haben wir die neu entstandene Kooperation noch einmal „sacken lassen“.
Danach ging es über die A14 und die Schnellstraße zurück nach Valcerasa. Dort sind wir noch eine Kleinigkeit essen gegangen und haben den Tag schließlich bei einem Spritz ausklingen lassen.
Ein langer, ereignisreicher und zugleich sehr schöner Tag ging damit zu Ende.
Wenn ich den heutigen Tag am Ende noch einmal Revue passieren lasse, bleibt vor allem ein
Gedanke: Das Projekt „Genuss aus den Marken“ beginnt zu leben.
Noch sind es einzelne Begegnungen, Gespräche und erste Vereinbarungen. Aber allmählich entsteht daraus ein Gesamtbild. Schritt für Schritt nimmt das Projekt konkretere Formen an. Und genau darin liegt für mich derzeit der besondere Reiz: Zu erleben, wie aus einer persönlichen Idee langsam ein reales Projekt entsteht – mit Menschen, mit Geschichten, mit Produkten und vielleicht schon bald auch mit ersten nachhaltigen geschäftlichen Verbindungen zwischen den Marken und Deutschland.
Der heutige Tag war dafür ein weiterer, wichtiger Baustein.

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