Ja, heute ist unser letzter Urlaubstag. Alle Zeichen stehen auf Abschied – und wie das bei einem ordentlichen Abschied so ist, beginnt er zunächst einmal ganz profan mit ein paar Besorgungen.
Heute Morgen habe ich noch einige Einkäufe erledigt, unter anderem – als Beispiel sei nur das Wesentliche genannt – ein paar Mutti Passata und gehackte Tomaten, meine Lieblings-Mostkekse und natürlich eine Moststange. Schließlich muss auch der heimische Vorrat nach einem solchen Urlaub angemessen bedacht werden.
Danach ging es noch um EVO von Fabio, aus dem Roccolo von Valcerasa, sowie um Fabios Erlaubnis, die beiden Country Houses „Der Roccolo von Valcerasa“ und „Il Casale“ auf meiner Webseite einzubinden.
Diese beiden Country Houses werde ich gemeinsam mit der Cà Nick in Fermo in eigenen Beiträgen ausführlich beschreiben, sobald ich wieder zu Hause bin. Ich nehme also nicht nur Souvenirs, Erinnerungen und ein paar Kilo italienischer Lebensmittel mit zurück nach Deutschland, sondern auch gleich noch einen ganzen Schwung Arbeit. So bleibt wenigstens sichergestellt, dass die Rückkehr in den Alltag nicht allzu abrupt ausfällt.
Es stehen noch ein paar Besorgungen bevor, die ebenfalls erledigt werden wollen. Danach heißt es Abschied nehmen von meiner Schwägerin Silvia und meinen Nichten Paola und Katia.
Anschließend wird das Auto betankt – und dann ran an die Luggage.
Entschuldigung, ich wollte natürlich „Gepäck“ sagen.
Und genau hier ist der Packmeister gefragt.
Der Packmeister wird sich also der Aufgabe widmen, all das, was ursprünglich einmal im Kofferraum Platz finden sollte, irgendwie wieder im Kofferraum unterzubringen. Das ist jedes Jahr aufs Neue eine Mischung aus Logistik, dreidimensionalem Schach und leichtem Größenwahn. Irgendwie hat man bei der Abreise immer weniger dabei als bei der Rückreise. Warum das so ist, bleibt eines der ungelösten Rätsel des modernen Tourismus.
Ich vermute, dass heute Abend nicht mehr allzu viel passieren wird, außer dass wir relativ früh schlafen gehen. Schließlich wollen wir die Rückreise so früh wie möglich antreten, damit wir die neuralgischen Punkte Bologna und Modena möglichst schnell hinter uns lassen.
Die Rückfahrt selbst werde ich – unter Missachtung der Telepass-Ausfahrten – gefälligst außer Acht lassen, um weitere Diskussionen mit KI-Robotern zu vermeiden. Man muss schließlich wissen, wann man sich geschlagen gibt.
Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, werde ich den nächsten Bericht erst am 09.09.2026 zu Hause veröffentlichen. Bis dahin gibt es vermutlich genügend Gelegenheit, die Eindrücke der vergangenen Wochen zu sortieren, die Fotos zu sichten und herauszufinden, was davon tatsächlich so passiert ist, wie ich es in Erinnerung habe.
Wir haben trotz des einen oder anderen kleinen Missgeschicks in unserem Urlaub viel gelacht und sehr viel Spaß gehabt. Ich habe dabei das Meer und auch das Wasser des Pools elegant vermieden, während Christine und meine Enkelin reichlich Gebrauch davon gemacht haben.
Man könnte sagen: Wir haben uns die Aufgaben sinnvoll aufgeteilt.
Nach der Abreise meiner Enkelin habe ich mich auf die Suche nach Produzenten gemacht. Dabei war ich, wie ich heute sagen kann, ausgesprochen erfolgreich.
Ich habe Kontakt zu drei Agriturismo und drei Produzenten aufgenommen beziehungsweise hergestellt – Pasta, Olivenöl und Pecorino DOP. Dazu kommen noch zwei weitere auf der Warteliste: Vernaccia-Wein und Spumante sowie Salumi.
Damit bin ich deutlich erfolgreicher gewesen, als ich ursprünglich erwartet hatte.
Und genau deshalb fahre ich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.
Mein Projekt hat eine Basis erhalten.
Was am Anfang vielleicht noch etwas nach einer Idee aussah, die vor allem mir selbst einleuchtete, hat inzwischen konkrete Formen angenommen. Es gibt Menschen, Produzenten und Betriebe, die bereit sind, sich darauf einzulassen und mir ihr Vertrauen entgegenzubringen.
Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen Personen und Produzenten bedanken, die mir mit Offenheit begegnet sind und mir ihr Vertrauen geschenkt haben.
Dieses Vertrauen weiß ich zu schätzen – und ich werde es nicht enttäuschen.
Mein besonderer Dank geht an:
Sabine und Antonio
Agriturismo „Cà Nick“
Fermo
Pietro De Carlonis
Pasta „DC“
Campofilone
Giacomo Fratini
Frantoio Fratini
Pollenza Scalo
Luciano Dedoni
I Formaggi della Corte
Tolentino
Fabio Campetella
Agriturismo „Roccolo di Valcerasa SPA“
Treia / Valcerasa
Country House „Il Casale“
Die entsprechenden Beschreibungen und Beiträge zu diesen Betrieben werde ich nach meiner Rückkehr auf der Webseite einfügen.
Damit endet dieser Urlaub in den Marken – zumindest vorerst.
Der Kofferraum ist voll, der Kopf ebenfalls, wenn auch mit deutlich angenehmeren Dingen.
Und während sich die Marken langsam aus unserem Blickfeld verabschieden, bleibt das, was diesen Urlaub eigentlich ausgemacht hat: viele Begegnungen, gute Gespräche, neue Kontakte, reichlich gutes Essen, viel Gelächter und die Erkenntnis, dass aus einer Idee langsam ein echtes Projekt werden kann.
Nun aber heißt es erst einmal: Abschied nehmen.
Und morgen heißt es dann:
Bologna. Modena. Autobahn. Deutschland.
Möge der Packmeister gnädig mit uns sein.

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