31.08.2026 – meine Marken Aktivitäten

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Auf der Suche nach den Sapori delle Marken

Heute haben wir uns wieder einmal auf den Weg gemacht – nicht einfach nur, um irgendwo einzukaufen, sondern auf der Suche nach einem weiteren Stück kulinarischer Identität der Marken.

Für mein Projekt „Sapori delle Marken – direkt vom Erzeuger“ möchte ich nach und nach jene Menschen und Familienbetriebe kennenlernen, die hinter den Produkten stehen. Menschen, deren Arbeit nicht in anonymen Fabrikhallen entsteht, sondern dort, wo Tradition, Erfahrung und die Liebe zu ihrer Region noch eine Rolle spielen.

Diesmal führte mich die Suche zu einem Salumificio in Ortezzano, in der Provinz Fermo: zum Familienbetrieb Ciriaci.

Ich habe ganz bewusst zwei traditionsreiche Familienunternehmen ins Auge gefasst: Alberto Quacquarini, gegründet 1958, und Benito Ciriaci, gegründet 1978. Beide stehen für mich beispielhaft für die marchigianische Enogastronomie – nicht allein, weil sie erfolgreich und anerkannt sind, sondern weil sie etwas bewahrt haben, das heute zunehmend kostbar wird: den unverfälschten Geschmack unsere Heimat.

Die Sapori, die Aromen und Geschmäcker der Marken, sind schließlich mehr als eine Ansammlung guter Lebensmittel. Sie erzählen von Landschaften, Jahreszeiten, alten Rezepten, Familien und von einer Lebensart, die sich nicht so leicht beschleunigen lässt.

Und vielleicht ist genau das der Reiz.

Ortezzano – auf den Spuren des guten Geschmacks

Die Fahrt nach Ortezzano führt durch jene Landschaft, die einem immer wieder vor Augen führt, weshalb die Marken kulinarisch so viel zu erzählen haben.

Hügel, Felder und kleine Ortschaften liegen in der Landschaft verstreut. Dazwischen Weinberge und Olivenhaine, alte Häuser und immer wieder dieser weite Blick über die sanft gewellte Landschaft. Es ist eine Gegend, in der die Entfernung zwischen Produzent und Produkt noch überschaubar ist.

In Ortezzano angekommen, machte ich mich auf die Suche nach dem Salumificio Ciriaci.

Das Unternehmen wurde 1978 von Benito Ciriaci und seiner Frau Elvira gegründet. Ihre Idee war von Anfang an, einen Betrieb aufzubauen, der hochwertige, gesunde und natürliche Produkte herstellt – und dabei den überlieferten Geschmack der Region bewahrt.

Eine einfache Idee, könnte man meinen.

Aber gerade die einfachen Ideen sind manchmal die schwierigsten konsequent umzusetzen.

Bei Ciriaci scheint dies gelungen zu sein.

Bereits 2025 hatte ich Produkte des Unternehmens gekauft und probiert. Mein Eindruck war damals ausgesprochen positiv: sehr gute Qualität und vor allem Wurstwaren, bei denen man das Gefühl hat, tatsächlich ein Stück Marken auf dem Teller zu haben.

Keine künstlich zurechtgebogene Tradition, sondern Produkte, die in ihrer Art noch das verkörpern, was man sich von einem regionalen Familienbetrieb erwartet.

Im Laufe der Jahrzehnte ist der Name Ciriaci zu einem festen Bestandteil der marchigianischen Esskultur geworden. Die Marke steht für jene guten, ehrlichen, beinahe hausgemachten Dinge, bei denen nicht alles perfekt gleich aussehen muss, solange es gut schmeckt.

Ciriaci versucht, diese Verbindung zur Vergangenheit zu bewahren, indem man sich an den Ursprüngen orientiert, alte Rezepte aufgreift und die Aromen und Geschmäcker von einst möglichst unverfälscht erhält.

Das gefällt mir.

Denn genau solche Geschichten suche ich für „Sapori delle Marken“.

Ein Gespräch, das vielleicht mehr bewirkt

Am Empfang erklärte ich zunächst meine Motivation und erzählte von meinem Projekt. Ich wollte nicht einfach eine geschäftliche Anfrage hinterlassen, sondern erklären, was hinter „Sapori delle Marken“ steckt und weshalb mir der persönliche Kontakt zu den Produzenten so wichtig ist.

Eine sehr freundliche Dame nahm sich meiner an und hörte sich mein Vorhaben aufmerksam an.

Wir kamen ins Gespräch, und offenbar weckte das Projekt ihr Interesse.

Am Ende unseres Gesprächs überreichte ich ihr die Einwilligungserklärung für die Verwendung von Informationen und Materialien der Firma auf meiner Website sowie das Gesprächsformular. Ich gab ihr außerdem meine Mobilnummer und die Adresse meiner Website, damit sie sich in Ruhe ein Bild von meinem Projekt machen kann.

Nun liegt der Ball erst einmal bei Ciriaci.

Sollte seitens der Firma Interesse an einer Zusammenarbeit bestehen, wird sie sich bei mir melden.

Also heißt es:

Abwarten und Tee trinken.

Wobei ein Espresso hier in den Marken wahrscheinlich passender wäre.

Vielleicht ist aus diesem kurzen Besuch der Beginn einer neuen Verbindung geworden. Vielleicht steht irgendwann tatsächlich ein Produkt von Ciriaci auf der Liste der Erzeuger von „Sapori delle Marken“.

Schön wäre es.

Weiter nach Serrapetrona – die Vernaccia Nera wartet

Danach ging es gedanklich und telefonisch weiter in Richtung Serrapetrona.

Ich nahm Kontakt mit der Firma Quacquarini Alberto auf, einem weiteren Familienbetrieb, der für mich schon deshalb interessant ist, weil er seit 1958 besteht und eng mit der Tradition von Serrapetrona und der Vernaccia Nera verbunden ist.

Auch hier stellte ich „Sapori delle Marken“ kurz vor und erklärte, was ich mit meinem Projekt erreichen möchte.

Dabei habe ich wieder betont, dass mir ein persönliches Kennenlernen lieber wäre als ein längeres Gespräch am Telefon.

Denn bei solchen Begegnungen geht es schließlich nicht nur um Produkte.

Es geht um Menschen.

Um Geschichten.

Um die Frage, warum jemand seit Jahrzehnten an einem bestimmten Ort genau das herstellt, was er herstellt. Und manchmal erfährt man bei einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht mehr über ein Produkt als aus zehn Seiten Unternehmensbroschüre.

Ich gab meine Mobilnummer und die Adresse meiner Website bekannt.

Die Quacquarini-Geschwister wollen sich zunächst beraten und mir anschließend Bescheid geben.

Also wieder:

Warten.

Vielleicht entwickelt sich daraus ein neuer Kontakt, vielleicht sogar ein weiterer Lieferant für „Sapori delle Marken“.

Und wenn dabei die Vernaccia Nera eine Rolle spielen sollte, wäre das natürlich ganz besonders reizvoll.

Na denn – schaumamal.

Der Nachmittag gehört dem Urlaub

Nach dem Besuch in Ortezzano und dem Gespräch mit Monica Quacquarini kehrten wir gegen 13:30 Uhr nach Valcerasa zurück.

Nach einem Vormittag voller Gedanken, Gespräche und Eindrücke kam nun der angenehmere Teil des Tages: nichts tun.

Wir machten uns etwas zum Mittagessen und ließen es uns gutgehen.

Danach fiel ich ziemlich direkt in die horizontale Position.

Christine dagegen hatte offensichtlich noch andere Pläne und marschierte in Richtung Pool.

Auch das gehört schließlich zu einem gelungenen Urlaubstag: Der eine ruht, die andere badet – und beide sind zufrieden.

Nach dem üppigen Mittagessen war ohnehin klar, dass wir am Abend keine großen kulinarischen Abenteuer mehr brauchten.

Wir entschieden uns deshalb für etwas ganz Bodenständiges: Pizza al Taglio in San Severino.

Ein paar Stücke Pizza, dazu die entspannte Atmosphäre eines italienischen Abends – mehr musste es heute nicht sein.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Passo di Treia, im alten Caffè Roma.

Ein Eis.

Natürlich.

Was wäre ein italienischer Sommertag ohne ein Gelato zum Abschluss?

Draußen war inzwischen dieses besondere Licht, das die Orte und Hügel am Abend weicher erscheinen lässt. Der Tag wurde ruhiger, die Hitze wich langsam aus der Landschaft, und irgendwo zwischen Pizza, Eis und den Gedanken an mögliche neue Produzenten bekam dieser eigentlich ganz gewöhnliche Urlaubstag doch noch seinen eigenen kleinen Spannungsbogen.

Und vielleicht beginnt gerade etwas Neues

So ging ein Tag zu Ende, der mit einer Suche nach einem Salumificio begonnen hatte und schließlich viel mehr brachte als nur einen möglichen neuen Lieferanten.

Es waren Begegnungen.

Gespräche.

Die Suche nach Menschen hinter den Produkten.

Und wieder einmal die Erkenntnis, dass ein Projekt wie „Sapori delle Marken – direkt vom Erzeuger“ nicht allein aus Produkten besteht.

Es lebt von den Geschichten dahinter.

Von Familien wie Ciriaci und Quacquarini, die ihre Tradition über Jahrzehnte bewahrt haben. Von Rezepten, die weitergegeben werden. Von regionalen Produkten, deren Geschmack untrennbar mit der Landschaft verbunden ist, aus der sie stammen.

Und genau deshalb macht diese Suche so viel Freude.

Ob aus den heutigen Kontakten tatsächlich neue Partnerschaften entstehen?

Ob Ciriaci Interesse zeigt?

Ob die Quacquarini-Geschwister sich melden?

Noch steht alles in den Sternen.

Aber vielleicht gehört auch das zum Genuss: nicht immer sofort zu wissen, wie etwas ausgeht.

Na, den schaumamal.

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