27.08.2026 – Den Kampf gegen die Maut gewonnen

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Mit Hilfe des ADAC die Autostrade besiegt

Nach zwölf Tagen intensiven Ringens mit den unverständlichen Webseiten der Autostrade per l’Italia ist es endlich geschafft: Die offene Mautgebühr konnte ich – mit Hilfe des ADAC und nach etlichen Versuchen – tatsächlich per Überweisung begleichen.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Dazu werde ich einen eigenen Beitrag schreiben, in dem ich ausführlich schildern werde, wie dieser Kampf ablief. Vielleicht habe ich mich an der einen oder anderen Stelle auch etwas ungeschickt angestellt. Aber ganz ehrlich: Auch die Autostrade muss sich ein wenig Selbstkritik gefallen lassen. Unverständliche Abläufe, komplizierte Webseiten und eine gehörige Portion italienische Bürokratie haben aus einer eigentlich simplen Mautzahlung einen zwölf Tage dauernden Kampf gemacht.

Aber nun ist es vorbei.

Das Kapitel „Maut“ ist geschlossen. Endgültig.

Und manchmal fühlt sich selbst eine überwiesene Mautgebühr wie ein kleiner persönlicher Sieg an.


Eine schlechte und eine gute Nachricht

Der gestrige Tag war ein typisch italienischer Sommertag. Nicht einmal ein strahlend blauer 100-Prozent-Sonnentag – und trotzdem drückend heiß. Bei knapp 30 Grad im Schatten hatte man zeitweise das Gefühl, die Luft würde einfach stehen bleiben und jeder Atemzug müsse sich erst einen Weg durch die Hitze bahnen.

Deshalb haben wir unsere Aktivitäten auf das Nötigste beschränkt.

Erst am Nachmittag gingen Christine und meine Enkelin zum Schwimmen. Ich hatte nach meinem Mittagsschlaf zunächst den Puppi abgeliefert und wollte eigentlich einen ruhigen Nachmittag verbringen.

Doch dann erreichte uns eine Nachricht, die alles andere in den Hintergrund rückte.

Christines Schwester Melanie ist nach langer Krankheit eingeschlafen.

Sie hat ihren langen Leidensweg beendet und ist nun von ihrem Leiden erlöst.

Es sind diese Nachrichten, für die es eigentlich keine richtigen Worte gibt. Man weiß, dass irgendwann der Moment kommt, an dem ein Mensch gehen muss. Und trotzdem ist es jedes Mal schwer. Besonders, wenn es ein Mensch aus der eigenen Familie ist.

Die Nachricht hat unsere Stimmung verständlicherweise sehr verändert. Plötzlich wurde aus einem unbeschwerten Sommertag ein Tag des Nachdenkens, der Trauer und der leisen Gedanken an einen Menschen, der nun nicht mehr bei uns ist.

Und doch lag an diesem Tag auch eine kleine, erfreuliche Nachricht in der Luft:

Meine Bizi mit Freddy, mein Mäuschen und der Herr Prof. sind glücklich von München nach Formentera angekommen.

Dort können sie nun endlich ihren Urlaub genießen, Sonne tanken, das Meer erleben und hoffentlich für ein paar Tage alles hinter sich lassen.

So liegen manchmal Trauer und Freude ganz dicht nebeneinander.

Das Leben fragt nicht, ob gerade der richtige Zeitpunkt dafür ist.


Danach machte ich mich noch auf den Weg zum Einkaufen, damit wir etwas für das Abendessen zu Hause hatten.

Gegen 20:00 Uhr machten wir es uns gemütlich. Ein kleines Abendessen unter freiem Himmel, bei Kerzenschein, die warme Abendluft um uns herum – ein stiller und schöner Abschluss für einen Tag, der emotional so viele unterschiedliche Seiten hatte.

Ich bin früh schlafen gegangen.

Die zwei Mädels dagegen konnten es wieder einmal nicht lassen und haben sich noch eine ihrer legendären „Kniffel“-Partien geleistet.

Vielleicht braucht das Leben genau solche kleinen Momente.

Nach einem traurigen Tag ein Lächeln.
Nach einer schweren Nachricht ein bisschen Leichtigkeit.
Und nach zwölf Tagen Kampf endlich das Gefühl: Geschafft.

Das Motto dieses Tages war für mich:

„Niemals aufgeben. Immer an sich glauben.“

Denn manchmal besteht ein Sieg nicht darin, dass alles gut ausgeht.

Manchmal besteht der Sieg einfach darin, weiterzumachen.

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