18.08.2026 – An der Grenze zu Marken und Abruzzen

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Es ist nicht üblich, wenn man ans Meer fährt, um Urlaub zu machen, den ersten Tag nicht am Meer zu verbringen. Doch genau so begann unsere Reise: Um keine Fotorechte im Buch „Meine Marken“ zu verletzen, führte uns der Vormittag zunächst über die A14 nach San Benedetto del Tronto und von dort weiter über die Schnellstraße nach Ascoli Piceno beziehungsweise Castel Trosino – einem alten langobardischen Borgo an der Grenze zwischen den Marken und den Abruzzen.

Castel Trosino ´

Es ist immer wieder beeindruckend, einen solchen Borgo mit seinen alten Strukturen und Geschichten zu besuchen. Schon der Eingang, mit seinem massiven, sehr gut erhaltenen schwarzen Holztor, erweckt den Eindruck, als trete man in eine andere Welt ein. Die charakteristischen Steinhäuser, die viele Jahrhunderte überdauert haben, stehen dort wie stumme Zeitzeugen einer längst vergangenen Epoche, während die schmalen, engen und faszinierenden Gassen dich einladen, immer weiterzugehen.

Leider wirst du bald wieder in die Realität zurückgeholt: Nach einer kurzen Strecke gelangst du auf einen kleinen, namenlosen Platz. Dort befindet sich eine kleine, in ihrer Struktur sehr hübsche Bar mit Restaurant, in der bei dieser Hitze – 30 Grad im Schatten – ein kühles Getränk wahre Wunder vollbringt. Ich möchte hier niemanden an den Pranger stellen, aber die junge Dame, die bediente, muss an diesem Tag wohl mit dem linken Fuß aufgestanden sein.

Anschließend liefen wir weiter bis zur Kirche San Lorenzo Martire. Leider war sie geschlossen, doch rechtsherum konnte man noch ein Stück entlanggehen. So gelangt man an einen kleinen Bereich neben der Kirchenwand, wo einige Säulen und Steine liegen – unscheinbar vielleicht, fast so, als seien sie zufällig dort hingefallen. Und tatsächlich sieht so, auf den ersten Blick genauso aus.

Hinter der Kirche eröffnet sich ein stiller, eindrucksvoller Blick: Neben dem mächtigen Glockenturm sieht man den darunterliegenden kleinen Stausee. Wenn man in Castel Trosino steht, spürt man an diesem Ort besonders deutlich, wie eng Geschichte, Landschaft und Ruhe miteinander verbunden sind.

Mittagsessen bei Peppe lu Brii

Im Anschluss fuhren wir noch etwa zwei Kilometer weiter und kehrten bei Peppe lu Bbrì zum Mittagessen ein. Wir bestellten Tagliatelle ai Funghi – mit Steinpilzen und verschiedenen anderen Pilzen –, serviert in sehr reichlichen Portionen. Danach nahmen wir Fritto misto ascolano, bestehend aus Lammkotelett, Olive all’ascolana und Cremini fritti. Dazu gab es Kartoffeln aus dem Backofen und einen gemischten Salat; als Getränke wählten wir Acqua gassata und einen halben Liter Rotwein.

Danach fuhren wir weiter nach Cà Nic. Ich zog mich gegen 15:00 Uhr zur Mittagsruhe zurück, während meine Enkelin und Christine endlich zum lang ersehnten Baden ans Meer aufbrachen.

Den Abend verbrachten wir schließlich auf der kleinen Terrasse, begleitet von einer angenehm sanften Brise, die nach einem warmen Tag wie ein leises Geschenk wirkte.

So konnten wir am Ende sagen: Es war ein rundum gelungener Urlaubstag.

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