Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, doch hier in den Marken merkt man davon noch nicht allzu viel. Temperaturen zwischen 30 und 33 Grad im Schatten sind weiterhin nichts Ungewöhnliches. Nur an den letzten beiden Augusttagen war die Luftfeuchtigkeit plötzlich so niedrig, dass man beim Aussteigen aus dem klimatisierten Auto oder beim Verlassen eines kühlen Raums die heiße Luft sofort deutlich spürte.
Heute dagegen war der Blick wieder frei. Ich konnte die Hügel und die Sibillinischen Berge genießen. Es sah so aus, als hätte es in den Apenninen kleine Gewitter gegeben, die die Luft gereinigt und dieses wunderschöne Panorama erneut freigegeben hatten.
Unser 16. Urlaubstag war im Grunde ein Genuss- und Relaxtag, und genau so haben wir ihn auch erlebt. Zum Mittagessen begnügten wir uns mit Kaltspeisen und Obst. Danach lagen wir einfach am Pool. Ich selbst zog allerdings die weiche Matratze dem Liegestuhl vor.
Campofilone und Serrapetrona anrufe
Am Nachmittag erhielt ich einen Anruf von Mauro Quacquarini. Ich erklärte ihm, was ich mit meinem Projekt vorhabe. Er versprach mir, sich meine Website anzusehen und mich anschließend noch einmal anzurufen.
Kurz danach rief ich bei DC Pastificio an und sprach mit Frau De Carlonis, um zu erfahren, wie es mit einem möglichen Treffen aussieht. Die Verbindung kam offenbar nicht richtig zustande, doch Frau De Carlonis sah meine Mobilnummer und schickte mir eine SMS. Darin teilte sie mir mit, dass ich wegen meines Projekts ihren Mann kontaktieren solle.
Das habe ich auch getan. Für morgen haben wir nun ein Treffen in Campofilone vereinbart.
Campofilone ist weit über die Marken hinaus für seine besondere Pasta-Tradition bekannt. Vor allem die Maccheroncini di Campofilone sind eine Spezialität des Ortes: besonders feine, sehr dünne Eiernudeln, die traditionell aus Hartweizengrieß und vielen Eiern hergestellt werden. Sie sind deutlich feiner als gewöhnliche Spaghetti und haben dadurch eine besonders zarte Konsistenz. Die Herstellung hat in Campofilone eine lange Tradition und ist eng mit der lokalen Küche und dem kulinarischen Erbe des Ortes verbunden. Für mich passt dieses Produkt natürlich ganz besonders zu dem Gedanken hinter unserem Projekt „Genuss aus den Marken“.
Der Abend selbst verlief ruhig. Wir gingen noch einmal in das Ristorante-Pizzeria „La Lucciola“, um Pizza zu essen. So ging ein erfolgreicher Tag zu Ende. Jetzt heißt es für mich, mich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern mich gut auf das Gespräch mit Herrn De Carlonis vorzubereiten. Schließlich möchte ich ihn für unser Projekt „Genuss aus den Marken“ gewinnen.
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