Streckenbeschreibung
Endlich, nach einem Jahr Abstinenz, nehmen wir wieder Fahrt auf Richtung Italien – und zum ersten Mal begleitet uns unsere kleine Prinzessin.
Erste Etappe: von Hörlkofen nach Castrocaro Terme in der Emilia-Romagna. Vor uns liegen 660 Kilometer – über Innsbruck, die Europabrücke und den Brenner, weiter auf der E45 Richtung Süden. Baustellen bei Kufstein, Innsbruck, Gries am Brenner und Brenner Bad bremsen uns immer wieder aus. Fahrtzeit mit Pausen:
Die zäheste Passage erwartet uns zwischen Trient und Affi: Der Verkehr stockt, die Geduld wird dünn – doch die Vorfreude auf Italien trägt uns weiter. Schließlich kostet uns auch ein selbst verschuldeter Moment zusätzliche Zeit: An der Ausfahrt reihe ich mich versehentlich in die falsche Spur ein und muss die Hilfe des Autostrade-Automaten in Anspruch nehmen. Eine Stimme bittet mich, mein Problem zu schildern. Ich erkläre, dass ich meine Maut bezahlen möchte. Auf die Frage, wo ich aufgefahren sei, antworte ich: „681 Brennero.“ Kurz darauf öffnet sich die Schranke. Unwillkürlich fahre ich hinaus – ohne bezahlt zu haben. Für mich als korrekten Menschen fühlt sich das nicht richtig an, doch es gibt keine Möglichkeit mehr, den Fehler wiedergutzumachen.
Betreutes Fahren für Opa
Das unbezahlte Mautticket lässt mich nicht los. Die Nervosität sitzt mir noch in den Knochen – so sehr, dass die Enkelin kurzerhand das betreute Fahren für Opa übernimmt. Gegen 20:20 Uhr erreichen wir schließlich das Hotel Belvedere in Castrocaro, nach fast zehn Stunden voller Baustellen, Staus und falscher Spuren.
Wir laden nur das Nötigste und Wertvollste aus dem Auto und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant. Fündig werden wir in der Pizzeria Dalla Loggia – und dort wartet der versöhnliche Abschluss dieses Tages: eine richtig gute Pizza. Müde, aber satt, fallen wir danach ins Bett.
Den ersten Urlaubstag haben wir mit Mühe, Geduld und einem kleinen Abenteuer hinter uns gebracht.
