Unser Weg zu Cà Nick

Agriturismo im Herzen der Marken

Cà Nick – wo Gastfreundschaft von Herzen kommt

Bei uns ist es üblich, den Urlaub so früh wie möglich zu planen. Dieses Mal gab es dafür sogar einen ganz besonderen Grund: nicht etwa, um einen Frühbucherrabatt zu ergattern, sondern weil unsere Enkelin mit uns fahren durfte – und das war schließlich mehr wert als jeder Rabatt dieser Welt.

Nach langem Suchen entschieden wir uns für den Agriturismo Cà Nick in Fermo: nur sieben Kilometer von Porto San Giorgio und dem Meer entfernt und mitten auf einer Anhöhe gelegen. Sicherlich kein Mallorca-„Ramba-Zamba“ und keine Arenal-Meile – genau das konnten wir nämlich nicht gebrauchen. Es sollte Erholung pur werden, und nach der Beschreibung zu urteilen, durften wir genau das erwarten

Die Fahrt Beginnt.

Also fuhren wir am Sonntag, den 16.08., gegen 12:00 Uhr von Hörlkofen los, Richtung Castrocaro Terme – einem Thermalbad in der Nähe von Forlì, das seine beste Zeit offenbar schon hinter sich gelassen hatte und ein wenig so wirkte, als würde es ihr noch immer sehnsüchtig nachwinken.

Die Fahrt verlief allerdings längst nicht so flüssig, wie ich erwartet hatte. Zwischen Affi und Verona schien es, als hätte sich ganz Italien auf der Autobahn verabredet – und niemand hatte uns Bescheid gesagt. Stau, Stau und noch einmal Stau.

Gegen 21:00 Uhr landeten wir schließlich im Hotel Belvedere, wo wir zwei Zimmer gebucht hatten. Beim Anblick des Hauses fragte ich mich allerdings, auf welchem geheimnisvollen Weg die Besitzer zu ihren drei Sternen gekommen waren. Vielleicht hatte man sie bei Nacht verteilt. Na gut – der einzige Trost lautete: Wir bleiben hier nur eine Nacht.

Gegen 21:30 Uhr gingen wir noch eine Pizza essen. Als wir schließlich um Mitternacht ins Bett fielen, war das Wort „fielen“ keine Redewendung mehr, sondern eine ziemlich genaue Beschreibung unseres Zustands.

Am nächsten Morgen fragte ich nach dem Frühstück bei Cà Nick nach, bis wann wir ankommen dürften. So konnte ich dem Besitzer guten Gewissens versichern, dass wir nicht vor 14:00 Uhr bei ihnen eintreffen würden.

Auf nach Fermo

Gegen 9:30 Uhr fuhren wir Richtung Forlì auf die A14. Rund 250 Kilometer lagen noch vor uns, doch frisch gestärkt und ausgeruht machten wir uns voller Zuversicht auf den Weg – schließlich glänzt jede Autobahn am Morgen noch ein wenig verheißungsvoller.

Gegen 12:00 Uhr kamen wir in Porto San Giorgio an und machten uns auf die Suche nach dem Chalet Minonda, weil dort Hunde erlaubt waren. Meine Überraschung war groß: Vor uns lag eine wunderschöne Strandbar mit Restaurant. Ich bestellte gleich einen Sonnenschirm und zwei Liegen und reservierte im selben Atemzug einen Tisch für drei – wenn schon Urlaub, dann bitte mit Aussicht, Schatten und etwas Gutem auf dem Teller.

Wir aßen dort wirklich ausgezeichnet, und gegen 14:45 Uhr fuhren wir satt, zufrieden und voller Erwartung weiter Richtung Cà Nick.

Dafür war der Empfang umso herzlicher. Sabine, Antonio, Nevio und Adriano begrüßten uns so warm, als würden wir uns nicht zum ersten Mal begegnen, sondern schon seit einer kleinen Ewigkeit kennen.

Ein Urlaub hätte kaum schöner anfangen können. Und in diesem Augenblick wussten wir: Die lange Fahrt, die endlosen Staus und sogar die rätselhaften drei Hotelsterne waren es wert gewesen.


Die letzten Kilometer in Fermo hatten es in sich